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100 wertvolle Tips für gesundes Schlafen

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Liebe Leserin, lieber Leser,
nur wer die Nacht als Zeit der Ruhe und Regeneration
voll ausnutzen kann, startet fit in den Tag und ist be-
lastbar für die Anforderungen des Alltags. Aber gesund
schlafen ist nicht nur eine Lebenseinstellung, sondern
auch eine vorbeugende Massnahme: So lassen sich
z.B. viele Rückenprobleme vermeiden, wenn Matratze
und Rahmen aufeinander abgestimmt sind und die Wir-
belsäule richtig gelagert wird. Deshalb haben wir von
der Lattoflex-Forschung in Zusammenarbeit mit Ärzten,
Therapeuten, Rückenschulen und der Aktion gesunder
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Rücken e.V. wissenswerte Tips rund
um`s Thema "Schlaf" zusammenge-
stellt, damit Sie in Zukunft besser oder
noch besser schlafen können.
Wir wünschen Ihnen viel Spass beim
Lesen und eine "gute Nacht"!
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Schlaf und Gesundheit
Unser Schlaf - ein Grundbedürfnis
Der Schlaf ist ein Phänomen, das den Menschen vom ersten bis zum
letzten Tag seines Lebens begleitet. Schlaf ist ein grundlegendes bio-
logisches Bedürfnis wie Essen und Trinken. Der Mensch benötigt den
Schlaf, um körperlich und seelisch zu regenerieren. Dauerhafter Schlaf-
entzug würde zu physischer und psychischer Erschöpfung bis hin zum
Tode führen. Eine optimale Schlafqualität und ideale Voraussetzungen
hinsichtlich des Bettsystems hingegen können das menschliche Wohl-
befinden erheblich steigern. Die Qualität unseres Schlafes sollte uns
deshalb ebenso am Herzen liegen wie eine ausgewogene und gesunde
Ernährung.
Was entscheidet über die Schlafqualität?
Die Schlafqualität hängt von diversen Faktoren ab. Unsere seelische und
körperliche Konstitution, die umweltbedingten Umstände, baubiologische
Bedingungen, der Schlafraum und natürlich das geeignete Bett sind die
wesentlichen Rahmenbedingungen, die über die Schlafqualität entschei-
den. Oder einfach ausgedrückt, ob wir uns morgens fit und ausgeschlafen
fühlen. Oft sind es grundlegende Dinge, die uns "schlechten" Schlaf be-
scheren: Wir wundern uns zwar, weshalb wir am Morgen unausgeschla-
fen sind und sich Rückenprobleme häufen. Aber wir kümmern uns jahre-
lang oder gar jahrzehntelang nicht darum, ob die Matratze und der Rahmen
überhaupt noch die Funktion erfüllen und ob diese für unseren individuellen
Körper überhaupt geeignet sind. Immerhin verbringen wir ein Drittel unseres
gesamten Lebens im Bett und unser Wohlbefinden sowie die körperliche
und seelische Gesundheit werden dadurch stark beeinflusst. Dies sollte ein
Grund sein, auch mal "unters Bett" zu schauen und den einen oder anderen
Tip ernst zu nehmen.
Die Schlafphasen
Wir durchlaufen im Schlaf verschiedene Phasen, die nicht von der Uhrzeit
abhängig sind. Die einzelnen Phasen unterscheiden sich durch Dauer und
Schlaftiefe. Die im Schaubild dargestellten Kurven zeigen deutlich ein steti-
ges Auf und Ab der Schlaftiefen. Deutlich erkennbar ist ein 90 Minuten-
Rhythmus. Innerhalb dieses Zeitraumes wechselt die Schlaftiefe in vier
Stufen vom leichten über den mittleren, den ersten tiefen Schlaf bis hin zum
Tiefschlaf, um dann in umgekehrter Reihenfolge wieder zum leichten Schlaf
zu gelangen. Die Schlafphasen verlieren gegen Morgen an Tiefe und kündi-
gen das nahende Aufwachen schon an. Je nach Schlafbedarf laufen pro
Nacht 4-6 solcher 90 Minuten-Rhythmen ab.

Körperliche Regeneration
Der Tiefschlaf dient der körperlichen Regeneration. Der menschliche
Organismus ist nachts nicht ausgeschaltet, sondern durchläuft ein
Nachtprogramm, wobei einzelne Körperregionen stärker durchblutet
werden als im Wachzustand. So nehmen die Bandscheiben durch die
Entlastung Flüssigkeit mit darin gelösten Nährstoffen auf und regene-
rieren. Andere Funktionen dagegen laufen auf Sparflamme: Die Atmung
flacht ab, der Herzrhythmus wird ruhiger, die Aktivität von Blase und
Mastdarm geht zurück, die gesamte Muskulatur entspannt.
Seelische Regeneration
Für die körperliche Regeneration sind die Phasen des Tiefschlafes wich-
tig. Die seelische Regeneration findet während der Traumschlafphasen
statt. Im Traum verarbeiten wir die Erlebnisse und die Eindrücke des
Tages oder vergessen sie auch einfach wieder. Diese nächtlichen "Auf-
räum- und Wegwerfaktionen" sind lebensnotwendig. Würde diese Aufar-
beitung nicht stattfinden, käme es zu einer Reizüberflutung und wir hätten
den Kopf nicht frei um Neues aufzunehmen. Übrigens blockieren Schlaf-
mittel und Alkoholgenuss die Traumphasen. Mit ein Grund auf diese Me-
dikamente und den "Schlaftrunk am Abend" möglichst zu verzichten.
Wieviel Schlaf braucht der Mensch?
Wie sieht es mit Ihrem Schlafbedarf aus? Gehören Sie zu den 20% der
Menschen, die mit 5-6 Stunden auskommen? Oder fühlen Sie sich erst
nach 7-9 Stunden ausgeruht und munter, wie dies bei rund 65% der Men-
schen der Fall ist. 15% brauchen sogar mehr als 9 Stunden, um sich voll
leistungsfähig zu fühlen. Ein Tip vorweg: Auch unsere innere Einstellung
zum Schlaf ist wichtig. Müssen Sie einmal mit weniger Schlaf auskommen,
reden Sie sich nicht bereits beim Einschlafen ein, dass Sie am nächsten
Morgen unausgeschlafen sein werden. Denken Sie positiv und Sie werden
nicht mit dem Gedanken aufwachen, unausgeschlafen zu sein.
Über`s Aufwachen
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Für manche ist das Aufstehen eine
Qual, für den anderen eine Lust. So-
genannte Morgenmenschen haben
einen anderen Schlafrhythmus als
Abendmenschen, denen es von Na-
tur aus etwas schwerer fällt, früh
morgens sofort fit zu sein. Das ei-
gentliche Aufwachen sollte nicht mit
einem Blitzstart ins Bad beginnen.
Lassen Sie sich und Ihrer Rücken-
muskulatur noch ein paar Minuten
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Zeit, strecken Sie Ihre Glieder langsam wie eine Katze aus. Das Auf-
stehen sollte mit Unterstützung der Arm- und Beinmuskulatur und gerader
Wirbelsäule erfolgen. Beginnen Sie den Tag "positiv". Selbst wenn Sie ein
schwerer Tag erwartet, gehört diese Zeit nur Ihnen. Geniessen Sie diese
Minuten und Sie werden auch schwierige Aufgaben leichter bewältigen.
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Über`s Einschlafen
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Wenn das Einschlafen zur Qual wird, sollte
man nicht gleich zu chemischen Keulen grei-
fen. Die Ursachen für Einschlafstörungen
können vielfältig sein. Stress, Belastungen
und auch das Wetter können Gründe dafür
sein, dass eine Entspannung nicht möglich
ist. Geräusche und Lichtquellen vereiteln ein
rasches Einschlafen ebenso wie ein unge-
eignetes Bett. Sofern sich Einschlafstörungen
nicht durch Kräutertees, Entspannungsübun-
gen oder Veränderungen des Tagesablaufes
beheben lassen, sollten Sie Ihren Arzt befra-
gen. Zahlreiche Schlaflabors und -kliniken
bieten spezielle Beratungen und Therapien an
(siehe auch Adressen Schlaflabors).
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Unsere innere Uhr
Unsere innere Uhr ist keine Einbildung, sondern messbar: Sowohl
Körpertemperatur, als auch Blutdruck und Pulsfrequenz hören auf
die "innere Uhr". Der elektrische Hautwiderstand verstärkt sich und
die Muskelspannung lässt nach. Davon abhängig ist auch unser
"Bedürfnis" nach Schlaf. Je regelmässiger unsere Schlafzeiten sind,
desto natürlicher verläuft dieser komplizierte Mechanismus. Wie
dieser Mechanismus durcheinander gerät merken wir dann, wenn
wir ausserhalb "unserer Zeit" einschlafen oder aufwachen müssen.
Wir fühlen uns völlig übermüdet oder unausgeschlafen. Folgen wir
hingegen eine längere Zeit unserer inneren Uhr, wachen wir auch ein
paar Minuten vor dem Läuten des Weckers auf und fühlen uns aus-
geruht und ausgeschlafen.
Unregelmässige Schlafzeiten
Wer nach einer längeren Flugreise die Auswirkung einer mehrstündigen
Zeitumstellung erlebt hat, kann sich vorstellen, welche Folgen Nacht-
schicht oder Wechselschicht auf unseren Schlaf haben können. Zu
dieser - durch Schichtarbeit bedingten - Zeitverschiebung des Schlaf-
rhythmus kommen die Beeinträchtigungen der Schlafqualität am Tage
durch Lärm, Helligkeit oder Termine, die eben nur tagsüber wahrnehm-
bar sind. Nervosität, Unruhe und Kopfschmerzen sind häufige Begleit-
erscheinungen und gewöhnen wird sich der Körper an solche unregel-
mässigen Schlafzeiten nie. Für den Schlaf am Tag kann man lediglich
alle Störfaktoren wie Türklingel und Telefon abschalten. Schlafmediziner
plädieren heute für das schnell rotierende Schichtsystem sowie maxi-
mal drei Nachtschichten in Folge.
Schlafbedarf im Alter
Fast 20% der Menschen über 65 Jahre kommen mit weniger als 5
Stunden Schlaf aus. Wissenschaftlich kann man nicht begründen,
weshalb bei zunehmendem Alter weniger Schlaf benötigt wird. Ursache
könnte auch die abnehmende Belastung in Beruf und Alltag sein oder
weil tagsüber häufiger ein kleines Nickerchen gemacht wird.
Der Schlaf vor Mitternacht
Lange Zeit galt der Schlaf vor Mitternacht als der erholsamste. Inzwischen
ist erwiesen, dass dies nicht der Fall ist. Allerdings ist sicher, dass zur
Nachtzeit grössere Ruhe herrscht und weniger störende Faktoren wie
Autolärm, Müllabfuhr, Tageslicht usw. den Schlaf beeinträchtigen als dies
zum Beispiel in den frühen Morgenstunden der Fall ist, wenn die grosse
Betriebsamkeit einsetzt.
Wie wir uns drehen und wenden: Lageänderungen
Während der Nacht ändert der Schläfer bis zu 60 mal seine Schlafhaltung,
denn keine Haltung bietet vollkommene Entspannung. Jede aber entlastet
im Verhältnis zur vorherigen und zur Tagesbelastung. Je weniger oder je
mehr man sich im Schlaf bewegt, um so starrer bzw. unruhiger schläft man.
Ein zu kaltes oder zu hartes Bett zwingt den Körper zu ständigen Entlastungs-
bewegungen. Für Menschen, die dadurch unter Einschlaf- oder Durchschlaf-
störungen leiden, wurde ein System (Calmas) entwickelt, das über eine
sanfte seitliche Federung verfügt und so verhindert, dass der Schlaf durch
die Bewegungen gestört wird. Grundvoraussetzung ist allerdings ein rücken-
gerechtes Bettsystem, wie z.B. Lattoflex.

Arzneien und Schlafmittel
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Mit chemischen Schlafmitteln lassen
sich Schlafstörungen kurzfristig unter-
binden, aber nicht deren Ursachen.
Dauerhaft eingenommen, ob begrün-
det oder vorsorglich, gewöhnt sich der
Körper an diese Medikamente und
verlangt immer höhere Dosen - eine
Abhängigkeit ist vorprogrammiert.
Dieser erzwungene Schlaf ist jedoch
auf Dauer nicht erholsam:
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Diese chemischen Substanzen unterdrücken - wie auch Alkohol und
Nikotin - die für die seelische Regeneration wichtigen REM-Phasen
(rapid-eye-movement = Traumschlaf). Auch wenn moderne Arznei-
mittel wie z.B. Psychopharmaka oder Antidepressiva die Traumschlaf-
phasen meist nicht stören, besteht das gleiche Risiko körperlicher
Nebenwirkungen oder die Gefahr von Abhängigkeit.
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Naturheiltips bei Schlafstörungen
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"Milde Schlafmittel", die nicht verschreibungs-
pflichtig sind und auf pflanzlicher Basis herge-
stellt sind, können wie chemische Substanzen
auch Nebenwirkungen haben. Auch sie sollten
nicht über einen langen Zeitraum eingenom-
men werden, auch wenn die Gefahr einer Ab-
hängigkeit wesentlich geringer ist. Bei pflanz-
lichen Mischpräparaten kommt es auf eine
sinnvolle und ergänzende Zusammenstellung
an, im Zweifelsfalle befragen Sie Ihren Haus-
arzt oder Apotheker.
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Kräutertees ohne weitere chemische Zusätze lassen sich einfach selbst
zubereiten. Hopfen-, Baldrian-, Johanniskraut- und Melissentee sind die
gängigen auf Kräuterbasis angebotenen Tees. Achten Sie aber auf die
unterschiedlichen Wirkungen: Baldrian und Hopfen schafft Linderung bei
Unruhe und Nervosität, Johanniskraut wird bei Einschlafstörungen em-
pfohlen, die durch Angst, Unruhe oder Depressionen bedingt sind. Ein-
fach selbst zu züchten ist die Melisse. Pro Tasse ein paar Blätter der gut-
riechenden Pflanze überbrühen. Mehrere Tassen auf den Tag verteilt kön-
nen Einschlafstörungen und auch Magen-Darm-Probleme mildern oder
heilen.
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Einschlaftips
Ebenso wie sich Schlafdauer und Schlafzeiten von Mensch zu Mensch
unterscheiden, so unterschiedlich kann die Wirkung beruhigender und
entspannender Einschlaftips sein. Ein Saunabesuch oder ein warmes
Vollbad bei 37°C - etvl. mit beruhigenden und duftenden Ölen - ist unser
"heisser Tip". Kalte Arm- oder kalte Wadenwickel bewirken ebenso ein
wohltuendes und entspannendes Wohlbefinden. Schwimmen, ein Spa-
ziergang am Abend oder schlaffördernde Kräutertees können ebenso
zur Entspannung beitragen, wie ein entspannendes und ablenkendes
Buch. Autogenes Training oder Yoga sind legale und ungefährliche Mittel,
den Alltagsstress hinter sich zu lassen und abzuschalten. Welche Metho-
de die richtige für Sie ist, probieren Sie am besten selbst aus. Wichtig ist
immer, dass Sie sich auf Ihr Bett freuen.

Das ideale Schlafraumklima
Die These "kalt schlafen ist gesund" ist heute nicht mehr haltbar. Insbe-
sondere im Alter verstärkt sich das Wärmebedürfnis. Die Zimmertempe-
ratur sollte ca. 18°C betragen, kann aber bei wärmeliebenden Menschen
auch bei 20°C liegen. Achten Sie aber auch auf die richtige Luftfeuchtigkeit:
50 Prozent ist sowohl für das Schlafzimmer als auch alle anderen Räume
ein idealer Wert. Eine zu niedrige Luftfeuchtigkeit führt zu trockenen Nasen-
schleimhäuten und kann unter Umständen auch Schnarchen auslösen.
Störungen des Schlafes durch Geräusche und Licht
Durch Geräusche kann die Intensität des Schlafes stark herabgesetzt
werden. Motorengeräusche, Lärm durch Flugzeuge oder Strassenbahnen
können regelrecht zu Schlafräubern werden. Durch das Schliessen des
Fensters, das Herunterlassen des Rolladens können zumindestens ex-
terne Lärmquellen eingedämmt werden. Eine andere Lösung könnte die
Wahl eines anderen Zimmers innerhalb der Wohnung oder des Hauses
sein, welches zu einer ruhigeren Seite liegt. Ein schnarchender Partner
kann ebenso die Nachtruhe rauben. Eine Hilfe können sein: Nasenpflaster,
ein stärkeres Kopfkissen, das das Abkippen des Kopfes nach hinten ver-
hindert sowie der Verzicht auf Alkoholgenuss. Ebenso wie Lärm können
Strassenlaternen und andere Lichtquellen einen erholsamen Schlaf be-
einträchtigen. Eine Abhilfe gegen solche Störungen können lichtundurch-
lässige Vorhänge vor Fenstern oder Türen mit Glasscheiben sein.
Schnarchen
Betroffen sind vor allem übergewichtige Männer mittleren Alters, wobei das
Schnarchen mit zunehmenden Alter verstärkt auftritt. Laut neuesten Unter-
suchungen schnarchen rund 60% aller Männer sowie 40% aller Frauen,
die das sechzigste Lebensjahr erreicht haben. Hierbei unterscheidet die
Schlafforschung zwischen dem gelegentlichen und dem chronischen
Schnarchen mit und ohne pathologischer Schlafapnoe. Gelegentliches
Schnarchen wird als unbedenklich angesehen, allnächtliches Schnarchen
sollte jedoch nicht bagatellisiert werden. Verursacht wird das Schnarchen
durch die sich während des Schlafs lockernden Muskelspannungen des
Rachenraums. Hierdurch rutscht die Zunge und der Unterkiefer nach hinten
und behindert die Atmung durch die Nase. Die nun über die Mundatmung
eingesogene Luft verursacht im Rachen die typischen Schnarchlaute.
Weitere Ursachen des Schnarchens können auch Entzündungen der obe-
ren Atemwege (z.B. Polypen), chronische Erkrankungen (z.B. Bronchitis),
Veränderungen des Kiefers oder der Nasenscheidewand sein sowie
übermässiger Alkohol- und Zigarettengenuss.
Stress und seine Auswirkungen auf den Schlaf
Stress und seine Auswirkungen auf Körper und Geist können erheblich
unsere Schlafqualität beeinflussen. Auch Einschlafstörungen oder Schlaf-
losigkeit können Folge von Stress oder unbewältigten Problemen sein.
Kräutertees, ein ruhiger Spaziergang am Abend oder Entspannungsübun-
gen können hilfreich bei der Stressbewältigung sein. Dauerhafte Stress-
belastung, ungelöste Konflikte, Trennungs- oder Zukunftsängste können
chronische Schlafstörungen mit sich bringen. Ein erholsamer Schlaf wird
sich aber erst wieder mit der Bewältigung der Probleme einstellen. Dies
verdeutlichen auch Studien, die ergaben, dass die höchste Schlafqualität
in der Nacht von Freitag auf Samstag erreicht wird, dagegen die Nacht von
Sonntag auf Montag die niedrigste Schlafqualität bei Testpersonen ergeben
hat.
Ernährungstips
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Ein schweres, kalorienhaltiges Abend-
essen kann den Schlaf stark beeinträch-
tigen oder gar verhindern. Spätestens ab
dem Nachmittag sollte auch auf schwar-
zen Tee und koffeinhaltige Getränke ver-
zichtet werden, da deren Wirkung bis zu
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8 Stunden anhalten kann. Mehrere kleinere, über den Tag verteilte Mahl-
zeiten mit hohem Anteil an Kohlehydraten können die Insulinbildung und
damit auch den Schlaf fördern. Alkohol und Nikotin wirken sich übrigens
störend auf die für die seelische Entspannung wichtigen Traumschlaf-
Phasen (REM-Phasen) aus.
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Getränke
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Kaffee und schwarzer Tee wirken bis zu 8
Stunden anregend und sind echte Schlaf-
hemmer. Alkohol, insbesondere Bier kann
zwar das Einschlafen durch die Wirkung
des Hopfens und des Vitamin B-Gehaltes
erleichtern, andererseits werden durch
den Alkohol die wichtigen Traumschlaf-
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phasen (REM-Phasen) verkürzt. Ein Glas Milch oder eine Tasse Me-
lissentee wirken beruhigend und fördern unbeschwertes Einschlafen.
Nur trinken Sie vor dem Schlafen nicht zuviel. Denn nächtlicher Harn-
drang unterbricht den Schlaf, oft kann man anschliessend nur noch
schwer einschlafen.
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Grüner Tee - Zubereitung und Wirkung
Eine gemütliche Tasse Tee in entspannter Atmosphäre ist ein einfaches
Mittel zur Entspannung. Insbesondere der Grüne Tee ist ein Genuss-
und Heilmittel zugleich. Er wirkt z.B. einer Übersäuerung des Magens
entgegen und besitzt sogar antiarteriosklerotische Wirkung. Da der Grüne
Tee nur etwa die Hälfte der Menge Koffein wie eine Tasse Kaffee enthält,
eignet er sich als leicht anregendes aber nicht aufregendes Getränk. Die
Zubereitung: max. 1 gestrichener Teelöffel pro Tasse, ca. 4-8 Minuten
ziehen lassen, so lösen sich auch die wertvollen Wirkstoffe des Tees und
die Wirkung des enthaltenen Koffeins wird abgeschwächt. Wer die enthal-
tene Koffeinmenge noch weiter reduzieren will, übergiesst das Teekraut
zuerst kurz mit wenig kochendem Wasser, das nach 30 Sekunden wieder
abgegossen wird. Anschliessend wird der Tee wie zuvor beschrieben zu-
bereitet.
Krankheiten und Schlaf
Die meisten von uns werden irgendwann einmal durch eine Krankheit für
ein paar Tage ans "Bett gefesselt". Der Volksmund spricht auch von "Heil-
schlaf" oder sich "gesund schlafen". Harmlosere Krankheiten - wie etwa
eine Grippe - lassen sich durch Ruhe und Schlaf auch schneller ausku-
rieren, als wenn wir trotz Krankheit unserer beruflichen Tätigkeit nachge-
hen und die Krankheit mit uns "herumschleppen". Bei längerer Krankheit
kann das ständige Liegen zur Qual werden. Abhilfe schaffen verstellbare
Rahmen, die auch bequeme Sitzpositionen erlauben und die beim Liegen
beanspruchten Körperregionen entlasten.
Wieviel schwitzen wir pro Nacht?
Nacht für Nacht gibt ein Schläfer durchschnittlich bis zu 700 ml Flüssigkeit
ab. Ca. ein Drittel davon wird über den Atem abgeleitet. Die restlichen zwei
Drittel - also fast ein halber Liter - gelangen über die Körperoberfläche di-
rekt in die Schlafkleidung und in das Bett. Umgerechnet sind dies in zehn
Jahren rund 1200 Liter, das entspricht 5 Badewannenfüllungen! Ein Teil
der Flüssigkeit wird mit der Zudecke an die Raumluft abgeführt. Da der
Schläfer mit seiner Körperoberfläche direkt auf der Matratze aufliegt, ge-
langt der grösste Teil der Feuchtigkeit in die Matratze. Die Feuchtigkeit
muss über die Matratze abgeleitet werden und zwar Tag für Tag, Nacht für
Nacht. Je luftdurchlässiger Matratzenkern und Polstermaterial, desto bes-
ser ist der Luft- und Feuchtigkeitsaustausch. Spezielle Ent- und Belüf-
tungskanäle in einer Matratze unterstützen den Austausch.

Tips für Allergiker
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Organische Polstermaterialien wie z.B.
Wolle, Baumwolle oder Rosshaar verur-
sachen Staub durch Faserabrieb. In Ver-
bindung mit Feuchtigkeit und Wärme
sind diese Materialien ideale Nist- und
Brutstätten für die rund 60 verschiedenen
Milbenarten des Hausstaubes. Dabei ist
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die Milbe selbst völlig harmlos. Vielmehr lösen der Kot, die Eier und
der Panzer Allergien aus, die sich in Form von Asthma, aber auch
allergischem Schnupfen sowie entzündlichen Hautreaktionen äussern.
Abhilfe können z.B. vollsynthetische Bezüge schaffen, da sich die Haus-
staubmilbe nicht in anorganische Materialien wie eben Synthetiks ein-
nistet. Besonders wichtig für die Betthygiene des Allergikers ist die
Waschbarkeit des Bezuges bei 60°C. Moderne Waschmittel mit TAED-
Systemen bilden schon bei 40°C Essigsäure, die desinfizierend wirkt.
Häufiges Absaugen und regelmässiges Waschen einer abnehmbaren
Matratzenhülle aus Polyester oder Polyamid reduzieren bzw. beseitigen
den Milbenbestand und verhindern eine Verschmutzung des Matratzen-
kerns. Ganz auf Nummer sicher gehen Allergiker durch die Verwendung
von Matratzenkernen anorganischer Herkunft wie z.B. PUR-Schaum.
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Über Rückenprobleme, unsere Wirbelsäule und die Bandscheiben
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Volkskrankheit Rückenschmerzen
Laut Statistik haben 80 vom 100 Menschen Rücken-
probleme. Davon leiden 30 ständig unter Rücken-
schmerzen, während die restlichen 50 nur hin und
wieder Probleme haben. Rückenschmerzen sind zur
Volkskrankheit Nr. 1 geworden und zum häufigsten
Grund für eine Krankschreibung. Ausreichend Training
für die Rückenmuskulatur, wirbelsäulengerechte Hal-
tung und Bewegung und die richtige Entlastung
während der Nacht sind die wichtigsten vorbeugenden
Massnahmen für Ihren Rücken.
Bewegungsmangel und die Auswirkungen
"Sich regen bringt Segen" lautet eine alte Weisheit. Das
gilt auch für unsere Wirbelsäule. Nur eine trainierte
Rücken- und Bauchmuskulatur vermag die Wirbelsäule
ausreichend zu stützen. Eine gesunde Muskulatur ist die
beste Vorbeugung gegen einen vorzeitigen Verschleiss
der Bandscheiben. Diese regenerieren sich vor allem
durch den Wechsel von Be- und Entlastung. Bei Ent-
lastung nehmen sie Nährstoffe durch Flüssigkeit auf, bei
richtiger Belastung geben sie verbrauchte Flüssigkeit ab.
Eine zu starke Beanspruchung (Belastung) aber wirkt
ebenso schädlich wie eine zu schwache: Der gesamte
Bewegungsapparat der Wirbelsäule erschlafft. Spazieren-
gehen, wandern, Rückengymnastik, Skilanglauf, radfahren
und schwimmen sind ideal, um Rückenmuskulatur aufzu-
bauen und den Stoffwechsel anzuregen.
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Der Wirbelsäulenaufbau - einfach erklärt
Die Wirbelsäule besteht aus insgesamt 24 be-
weglichen, knöchernen Wirbelkörpern und 10
fest miteinander verwachsenen Wirbeln des
Kreuz- und Steissbeins. Gehalten wird die Wir-
belsäule durch die Muskulatur: Je zwei Bänder
vorn und hinten sowie zwei grosse Muskelsträn-
ge und die kleine Rückenmuskulatur stützen die
Wirbelsäule und machen sie beweglich.
Zwischen den 24 beweglichen Wirbelkörpern
sitzen die Bandscheiben, die ähnlich wie die
Stossdämpfer eines Autos wirken. Nebenbei
muss die Wirbelsäule auch noch wichtige Schutz-
funktionen ausüben: Im Wirbelkanal der Wirbel-
säule liegt das Rückenmark mit dem Zentral-
nervensystem; in Verbindung mit den Rippen bil-
det die Wirbelsäule den Brustkorb, in dem die
lebenswichtigen Organe wie Herz und Lunge
sicher aufgehoben sind. Angesichts der vielen
Aufgaben, die unsere Wirbelsäule Tag und Nacht
zu erledigen hat, sollten wir ihr besondere Ach-
tung schenken. Je besser die Rückenmuskulatur
trainiert ist und die Bandscheiben durch eine richtige
Lagerung regenerieren können, desto verschleiss-
freier kann sie ihre Arbeit verrichten.
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Die Wirbelsäule und ihre Problemzonen
Da die Wirbelsäule im Bereich der Brustwirbel durch die Rippen stark
fixiert ist, ist sie dort wenig anfällig. Extrem beweglich ist sie hingegen
im Hals- und Lendenwirbelbereich. Dies erklärt, weshalb hier gehäuft
Beschwerden auftreten können. Das Sorgenkind ist der Lendenwirbel-
bereich. Neben einer altersbedingten, natürlichen Versteifung der Wir-
belgelenke kennen wir die durch ausgedehnte Bänder und Sehnen
verursachte Gleitwirbelbildung. Nur bei gut ausgebildeter Rückenmus-
kulatur kann dem Verrutschen der einzelnen Wirbelkörper einigermassen
entgegengewirkt werden.
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Bekannte Wirbelsäulen-
Fehlhaltungen
Die drei bekannten Fehlhaltungen
wie das Hohlkreuz, der Rundrücken
oder die Skoliose (die seitliche Ver-
krümmung) sind in der Regel mus-
kulär bedingt. Wenn die stützende
Muskulatur zu schwach ist, verschiebt
sich die Achse der Wirbelsäule. Bän-
der und Sehnen werden einseitig be-
lastet, es kommt zu Verspannungen
und Schmerzen. Mit einem gezielten
Training der entsprechenden Musku-
latur lassen sich solche Fehlhaltun-
gen und die entsprechenden Auswir-
kungen vor allem beim jungen Men-
schen heilen oder lindern. In jedem
Falle sollte bei stärkeren oder anhal-
tenden Schmerzen eine ärztliche Be-
ratung in Anspruch genommen werden.
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Was unsere Wirbelsäule alles auszuhalten hat
Unsere Wirbelsäule hat viel auszuhalten: Körperliche Arbeit, ständiges
Sitzen, sportliche Aktivitäten etc. Aber auch falsche Haltung, falsche Be-
wegungen, Übergewicht oder eine ungeeignete Matratze setzen ihr zu.
Dabei hat die Wirbelsäule im Normalbetrieb schon einiges zu tragen:
100% Belastung lasten auf ihr beim Stehen, 140% im Sitzen und über
220% Belastung beim Heben schwerer Gegenstände. Richtige Haltung,
ein geeignetes Bettsystem sowie eine gut trainierte Bauch- und Rücken-
muskulatur ist die ideale Vorbeugung gegen eventuelle Schäden im Wir-
belsäulenbereich.
Der Bandscheibenaufbau
Zwischen den 24 beweglichen Wirbelkörpern der Wirbelsäule liegen die
elastischen, flüssigkeitsgefüllten Bandscheiben. Sie wirken ähnlich wie
die Stossdämpfer beim Auto. Erschütterungen und Stösse werden abge-
puffert und so in ihrer Heftigkeit gemindert. Die Bandscheiben bestehen
aus einem gallertartigen Kern, der von einem mehrschichtigen Faserring
umgeben ist. Der halbflüssige, bewegliche Gallertkern ermöglicht die
grosse Beweglichkeit der Wirbelsäule nach allen Seiten. Gesunde Band-
scheiben sind bei richtiger Bewegung ausserordentlich belastungsfähig.
Bandscheiben: Be- und Entlastung
Betrachten Sie einmal Ihren persönlichen Tagesablauf. Besteht ein aus-
gewogenes Verhältnis zwischen Be- und Entlastung der Bandscheiben?
Sie sind nicht sicher? Messen Sie Ihre Körperlänge am Abend vor dem
Schlafengehen und am nächsten Morgen nochmals. Sie stellen eine
Differenz zwischen 2-3 cm fest? Eindeutiges Ergebnis: Die Belastung
überwiegt tagsüber. Während der Nacht konnten Sie das Flüssigkeits-
defizit wieder ausgleichen. Übrigens: Ab dem 30. Lebensjahr lässt die
natürliche Fähigkeit zur Flüssigkeitsaufnahme bereits nach. Ausreichen-
de Bewegung, Beibehaltung der natürlichen Haltung und ein körperge-
rechtes Bett werden immer wichtiger. Ähnlich wie trockene Haut spröde
wird und zu Rissen neigt, ergeht es den Bandscheiben, wenn sie nicht
ausreichend mit Flüssigkeit - und somit mit Nährstoffen - versorgt werden.
Wie regenerieren die Bandscheiben?
Die beste Zeit für die Regeneration ist die Nacht. Denn die Bandscheiben
nehmen am besten im entlasteten Zustand Nährstoffe über Flüssigkeit
auf. Die ideale Liegeposition dafür ist übrigens die Rückenlage und eine
leichte Schräglagerung des gesamten Körpers. Bettsysteme mit einer so-
genannten Körperschräglagerung bieten diese Funktion. Aber: Nur eine
ergonomische Matratze, die das Druckgewicht des Körpers gleichmässig
verteilt und die Wirbelsäule ideal stützt, ermöglicht den Bandscheiben eine
Erholung. Ist die Matratze zu weich oder zu hart, wird die Wirbelsäule entge-
gen ihrer natürlichen Form gelagert, bzw. "verbogen". Die Folgen sind Mus-
kelverspannungen und Rückenschmerzen am Morgen.
Unsere Rückenmuskulatur
Die Tatsache, dass wir aufrecht gehen können verdanken wir in erster Linie
unserer Bauch- und Rückenmuskulatur. Denn diese Muskeln "vertäuen" die
Wirbelsäule wie die Takelage eines Schiffes den Mast. Dabei hat die Mus-
kulatur insbesondere bei Beanspruchung und Belastung die Aufgabe, die
Wirbelsäule zu stützen und zu entlasten. Nur eine trainierte Muskulatur kann
dies leisten. Ist die Muskulatur zu schwach, werden Wirbelsäule und Band-
scheiben überbelastet, was zu Schmerzen und Verschleisserscheinungen
führen kann.
Wie Rückenschmerzen entstehen
Schmerzen im Rückenbereich können unterschiedlichste Ursachen haben.
Häufiger Grund für Rückenschmerzen sind Verspannungen der Muskulatur
durch einseitige Haltung oder Belastung sowie Schmerzen, die durch Ver-
schleisserscheinungen der Bandscheiben entstehen. Oft kann auch schon
eine individuelle Anpassung des Bettsystems durch den Einbau von spezi-
ellen Verstärkungselementen im Problembereich helfen. In jedem Falle sind
stärkere und länger anhaltende Schmerzen ein deutliches Signal unseres
Körpers dafür, dass etwas nicht in Ordnung ist. Auch wenn unser inneres
Gleichgewicht durch Stress oder durch "schmerzliche Erlebnisse" in Unord-
nung gerät, können körperliche Verspannungen entstehen, die sich wiede-
rum als Schmerz äussern. Leichtere Verspannungen oder Schmerzen, die
nicht länger als ein paar Tage andauern, lassen sich durch entsprechende
Rückenübungen und Selbstmedikation lindern und heilen. Klingt der Schmerz
jedoch nicht ab, sollte umgehend ärztlicher Rat eingeholt werden.
Rückenschmerzen vorbeugen!
Vorbeugende Massnahmen zur Stärkung der Rückenmuskulatur sind
rückengerechte Sportarten oder spezielle Gymnastikübungen wie z.B. die
"Rückenschule". Denn die beste Prophylaxe gegen Rückenprobleme ist
eine gesunde und trainierte Bauch- und Rückenmuskulatur. Eine solche
Muskulatur kann durchaus die eine oder andere Überbelastung der Wirbel-
säule und der Bandscheiben abpuffern. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist
die richtige Belastung und eine gesunde Entlastung. Mit der "richtigen" Be-
lastung beim Sitzen, Stehen, Arbeiten meinen wir eine ergonomische und
rückenfreundliche Haltung und Bewegung, die die Wirbelsäule nur auf na-
türliche Weise belastet. So kann eine falsche Körperhaltung beim Aufheben
eines schweren Gegenstandes die Wirbelsäule mit mehr als 200 kg be-
lasten! Die richtige Lagerung der Wirbelsäule beim Sitzen und Liegen sorgt
für die nötige Entspannung der Wirbelsäule und für die Regeneration der
Bandscheiben. Diese regenerieren nur bei Entlastung - also beim Liegen
und Schlafen - und nehmen über Feuchtigkeitsaufnahme wie ein Schwamm
Nährstoffe auf.
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Schlechte Haltung - das Spiegelbild
unserer Seele
Eine "schlechte" Haltung ist oft ein Abbild
unseres Inneren. Wir benutzen auch in un-
serer Sprache entsprechende Sinnbilder:
"wir lassen uns hängen", "etwas sitzt uns
im Nacken", "wir bewahren Haltung". Bei
pubertierenden Jugendlichen passiert ähn-
liches: In der vorpubertären Phase sind die
schlaksigen Heranwachsenden in einer un-
bekannten, schwierigen Situation. Wandel,
erwachsen werden, Körperwachstum - alles
zusammen drückt sich in der typischen Hal-
tung aus, die ein Abbild der Seele ist: Hängen-
de Schultern, "krummer" Rücken etc.
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(Bei rechtzeitiger Diagnose sind tatsächliche Wirbelsäulenfehlbildungen oft
rechtzeitig zu beheben). In der anschliessenden nachpubertären Phase ken-
nen wir die "coole Haltung". "Schultern breit machen", "sich stark machen",
"gross sein" sind wiederum Synonyme der entsprechenden Körpersprache.
Entdecken wir bei uns selbst, dass wir "die Schultern hängen lassen" oder
"schuften und buckeln müssen", ist vielleicht etwas in unserer augenblick-
lichen Lebenssituation nicht in Ordnung. Beschäftigt uns ein schwerwiegen-
des Problem, ist Bewegung, frische Luft und Sport natürlich nicht die Lösung
des Problems. Fühlen wir uns aber körperlich wieder gestärkt und sind die
"Gedanken wieder frei", kann dies eine wirklich natürliche Kraftquelle sein,
das eigentliche Problem anzugehen. Befürchten Sie bei sich selbst oder
Ihren Kindern eine Wirbelsäulenfehlbildung, wird ein Orthopäde tatsächliche
Fehlformen wie Skoliose oder Morbus Scheuermann erkennen.
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Regelmässige Bewegung tut der Wirbelsäule gut
"Wer rastet, der rostet" sagt der Volksmund. Auch wenn wir diesen alten
Spruch kaum noch hören können, so trifft er doch besonders auf unsere
Wirbelsäule zu. Sie rostet zwar nicht, sondern wird steif und ungelenkig,
die Bandscheiben erhalten nur ungenügend Entlastung und Nährstoffe.
Als Folge entstehen durch die untrainierte Rückenmuskulatur Rücken-
schmerzen, da die Wirbelsäule nur ungenügend gestützt wird und die
Bandscheiben überstrapaziert werden. Ausreichende Bewegung tut nicht
nur der Wirbelsäule gut und beugt Rückenschmerzen vor, sondern akti-
viert den gesamten Organismus. Die Durchblutung wird gefördert, der
Stoffwechsel wird angeregt und Abwehrkräfte werden gebildet. Da unser
Tagesablauf durch ständiges Sitzen und unnatürliche Körperhaltungen
geprägt ist, müssen wir uns nicht wundern, dass Rückenschmerzen zur
Volkskrankheit Nr. 1 geworden sind. Lassen Sie Ihrer Kreativität freien
Lauf: Öfters Treppen steigen statt den Aufzug zu benutzen, beim Brötchen
holen lieber das Fahrrad nutzen und in der Freizeit auf ausreichend ge-
sunde Bewegung an frischer Luft achten, sind Massnahmen, die Ihnen Ihr
Körper und Ihre Wirbelsäule danken werden. Schwimmen, radfahren, wan-
dern und zufussgehen tun nicht nur Ihrem Körper gut, sondern bedeutet
auch Erholung für die Seele. Sie wissen, viele körperliche Beschwerden
werden durch Probleme und Stress verursacht.
Nackenschmerzen - und was man dagegen tun kann
Verspannungen und Schmerzen im Nackenbereich können durch falsche
Haltung oder Sitzpositionen während des Tages entstehen, aber auch durch
ungeeignete Matratzen und Kopfkissen. Spezielle ergonomische Kopfkissen,
die den Nacken stützen, verhindern besonders bei Schläfern, die die Seiten-
lage bevorzugen, ein Abknicken im Halswirbelbereich.
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Ist ein Kopfkissen nur
ein "Kopfkissen"?
Die meisten Menschen brauchen ein
Kopfkissen. Aber: Viele Kissen werden
dieser Aufgabe nicht gerecht. Ein gutes
Kopfkissen lagert Kopf und Nacken
richtig und darf nicht unter die Schulter
rutschen. Spezielle ergonomische Kis-
sen können je nach Körperbau (Schul-
terbreite) oder Schlafgewohnheiten an-
gepasst werden.
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Die "Rückenschule"
Mit rechtwinkliger Armhaltung liegen Sie
auf dem Bauch. Ein dünnes Kissen zur
Polsterung und es kann losgehen:
Gleichzeitig Arme und Oberkörper anhe-
ben - nur so weit, bis Sie ein leichtes
Spannen in der Rückenmuskulatur ver-
spüren. Beim Ablegen ausatmen. Diese
Übung können Sie mehrfach wiederholen.
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Von Sportvereinen, den Krankenkassen, aber auch grösseren Betrieben
werden Rückengymnastik und die sogenannte "Rückenschule" angebo-
ten. Vor allem als vorbeugende Massnahme durch allgemeine Übungen
wird die Rückenmuskulatur trainiert und die Beweglichkeit gefördert. Die
Rückenschule bietet zusätzlich Übungen und Anleitungen zur richtigen
Haltung im Alltag und während der Arbeit. Bei bereits vorhandenen Rücken-
problemen ist eine Absprache zwischen dem behandelnden Arzt und dem
Übungspersonal oder dem Krankengymnasten sinnvoll, um gezielte Übun-
gen richtig und dosiert durchführen zu können. Die Kosten für die Heilgym-
nastik oder den Besuch eines Rückenschul-Kurses übernehmen übrigens
nach ärztlicher Verschreibung zu einem Teil die Krankenkassen, die ihren
Mitgliedern teilweise auch kostenlose Kurse anbieten.

1) In aufrechter Haltung auf einem Stuhl: Hände auf Kinnhöhe
2) Nur leicht die Ellbogen und Schulterblätter nach hinten ziehen
3) ... und entspannen. Diese einfache Übung für zwischendurch
kräftigt und dehnt die Muskulatur
Rückenübungen zwischendurch
Einfache Übungen zur Vorbeugung kosten kaum Zeit und lassen sich
auch mal zwischendurch an fast jedem Ort durchführen. Morgens im
Bad, in der Mittagspause oder nach Feierabend und am Wochenende.
Öfters durchgeführte 10-minütige Übungen zur Wiedererlangung der
Beweglichkeit und zur Stärkung der Bauch- und Rückenmuskulatur
sind sinnvoller, als ein wöchentlicher 2-stündiger Kraftakt. Inzwischen
gibt es auch vielfältige Literatur sowie Anleitungen auf Video, die Ihnen
weitere Anregungen geben können.
Das Bett
Das ideale Bett
Die Tatsache, dass sich Menschen durch ihren Körperbau unterscheiden,
erfordert Bettkonstruktionen, die sich der Kontur des Schläfers anpassen
und nicht umgekehrt. Denn nur wenn der Körper so gestützt und getragen
wird wie er gewachsen ist, kann auch die Muskulatur und die Wirbelsäule
entspannen. Eine sensible Unterfederung hat schwierige Aufgaben zu er-
füllen: So ist im Schulterbereich eine weichere Zone sinnvoll, damit die
Schulter in Seitenlage tiefer einsinkt, der Hals- und Nackenbereich aber
gestützt wird. Eine andere "Problemzone", um die sich die Unterfederung
Nacht für Nacht kümmern muss, ist der Lendenwirbelbereich, der bei den
meisten Menschen - je nach Gewicht - eine Verstärkung erfordert, die des-
halb stufenlos einstellbar sein sollte. Die Anschaffung einer solchen sen-
siblen und ergonomischen Unterfederung macht natürlich nur dann Sinn,
wenn Rahmen und Matratze aufeinander abgestimmt sind.
Die ideale Belüftung des gesamten Bettsystems
Wenn Feuchtigkeit in Matratze, Polsterung und Zudecke verbleibt und
nicht durch einen permanenten Luftaustausch entweichen kann, hat man
nicht nur den Eindruck, dass das Bett klamm und kalt ist, es entsteht auch
ein feucht-warmes Bettklima, das Hautkrankheiten und Rheuma Vorschub
leisten kann. So sollte jedes Element des Bettes so beschaffen sein, dass
ein bestmöglicher Luftaustausch stattfinden kann. Keinesfalls sollte eine
Matratze zur Unterseite durch eine geschlossene Bettkonstruktion "abge-
dichtet" werden. Je besser eine Matratze auch von unten atmen kann, desto
besser ist der Feuchtigkeitsausgleich. Moderne Unterkonstruktionen heben
die Matratze tagsüber im unbelasteten Zustand leicht an, so dass Luft zirku-
lieren kann. Auch die Fläche, auf der die Matratze aufliegt, spielt eine Rolle:
Je grösser die Auflagefläche - also im schlimmsten Falle ein durchgängiges
Brett oder eine auf dem Boden liegende Matratze - desto geringer ist der Aus-
tausch von Luft an der Matratzenunterseite.
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Nicht nur die Matratze muss atmen.
Das gesamte Bettsystem musss
feuchtigkeitsregulierend sein sowie
optimale Luftzirkulation erlauben.
Moderne Rahmensysteme heben
die Matratze im unbelasteten Zu-
stand zur besseren Belüftung leicht
an.
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Das "Bettklima"
Das Bettklima wird sowohl durch äussere Umstände wie Raumtemperatur
und Luftfeuchtigkeit beeinflusst und auch durch den Schläfer selbst, näm-
lich durch die Körpertemperatur und Nachtschweiss. Trockene Wärme em-
pfindet der Mensch wesentlich angenehmer als feuchte Hitze. Auf Feuchtig-
keit in Verbindung mit Kälte reagiert er besonders empfindlich. Ein ideales
Bettklima wird vor allem dadurch gefördert, wenn Matratze, Matratzenbezüge,
Zudecke und Nachtwäsche in hohem Masse luftdurchlässig sind und Feuch-
tigkeit nach aussen geleitet werden kann. Die Temperatur im Bettinnern
sollte je nach Jahreszeit zwischen 28°C und 32°C betragen. Aber auch tags-
über können Sie etwas für ein gutes Bettklima tun: Tägliches, ordentliches
Lüften des Schlafzimmers und der Bettdecke sollte selbstverständlich sein.
Ein Versiegeln des Bettes mit einer Tagesdecke gleich nach dem Aufstehen
sieht vielleicht ordentlich aus, schliesst aber Geruch und Feuchtigkeit bis
zum Schlafengehen ein. Moderne Rahmensysteme heben tagsüber die
Matratze zur besseren Belüftung leicht an. Auch von unten atmet eine Ma-
tratze. Achten Sie darauf, dass die Luftzirkulation unter dem Bett nicht etwa
durch dort verstaute Kartons oder Koffer behindert wird.
Das Bettsystem und was man beachten sollte:
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Unter einem Bettsystem versteht
man die optimale Abstimmung
der einzelnen Komponenten. Die
"beste" Matratze wird keinen
Schlafkomfort bieten, wenn sich
darunter ein alter starrer Rahmen
oder gar ein Metallgeflecht befin-
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det. Umgekehrt verliert ein ergonomischer Komfortrahmen ebenso seine
Wirkung, wenn eine alte verbrauchte Matratze mit "Liegemulden" verwen-
det wird. Bei modernen Bettsystemen sind Matratze und Rahmen exakt
aufeinander abgestimmt. Verstellmöglichkeiten im Kopf- und Fussbe-
reich, eine Schulterabsenkung sowie individuelle Anpassung einzelner
Zonen verbessern nicht nur den Schlafkomfort, sondern helfen auch, früh-
zeitig viele Rückenschmerzen zu vermeiden. Nur wenn Matratze und
Rahmen exakt aufeinander abgestimmt sind, ergänzen sich die Wirkun-
gen der einzelnen Elemente.
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Das Doppelbett
Doppelbetten sollten in jedem Falle über zwei voneinander getrennte
Rahmen und Matratzen verfügen. Nur so wird vermieden, dass sich die
Bewegungen des Partners im Schlaf störend auf den anderen auswirken.
Die Wahl der jeweils geeigneten Matratze und Unterfederung sollte indi-
viduell und nach den jeweiligen Bedürfnissen erfolgen. Die Breite des
Doppelbettes sollte mindestens 180 cm betragen.

Die richtige Bettgrösse
Einzelbetten sollten eine Breite von mindestens 100 cm haben, Doppel-
betten mindestens 180 cm. Jeder weitere Zentimeter in der Breite bringt
Platz für Arm-, Rumpf- und Beinbewegungen und damit ein Mehr an Kom-
fort. Insbesondere bei Doppelbetten sollte auf eine angemessene Breite
geachtet werden, damit für jeden Partner genügend Raum für einen unge-
störten Schlaf bleibt. Denn ungewollte Rempler und Seitenhiebe können
die verdiente Nachtruhe ebenso vereiteln wie Geräusche.
Die richtige Bettlänge
Keinesfalls sollten Kopf oder Füsse am oberen oder unteren Bettrand an-
stossen. Es gilt die Faustregel: Körpergrösse + mind. 20 cm Bewegungs-
freiheit für Kopf und Füsse = ideale Bettlänge. Die Körpergrösse ist also
entscheidend, ob ein Bettsystem mit 190 cm, 200 cm, 210 cm oder 220 cm
die richtige Länge für Sie hat.
Bettbreite 140 cm nur für 1 Person
Eine Bettbreite von 140 cm ist natürlich eine äusserst komfortable Breite
für ein Einzelbett. Keinesfalls sollte dieses jedoch dauerhaft als Doppelbett
benutzt werden, da der Schlafkomfort stark beeinträchtigt wird. Sinnvoller ist
dann die Wahl eines Doppelbettes mit 180 cm Breite und zwei einzelnen,
individuell anpassbaren Rahmen und Matratzen. So wird vermieden, dass
die Bewegungen des Partners, die sich über einen einzelnen Rahmen über-
tragen, den Schlaf stören.
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Die ideale Betthöhe
Hochbetten hatten ihre Berechtigung in
einer Zeit, in der man die Zentralheizung
noch nicht kannte. So war der Platz über
dem Kachelofen der wärmste Ort des
Hauses. Und die Matratze "auf dem Bo-
den" bewirkt das Gegenteil: die Kälte
des Bodens überträgt sich ungehindert
auf die Matratze. Die Feuchtigkeit in der
Matratze kann nicht entweichen, da der
zur Luftzirkulation notwendige Abstand
unter dem Bett fehlt. Deshalb ist, je nach
Körpergrösse, eine Betthöhe von 48-60
cm zu empfehlen. Ein Bett in Komforthöhe
erleichtert insbesondere alten und kran-
ken Menschen das Aufstehen und Hinle-
gen.
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Über Bettgestell und Bettarten
Die Wahl des Materials ist für den einen eine Frage des Geschmacks,
für den anderen eine Philosophie. Wer z.B. - aus der Sicht des Feng
Shui - die unberechenbare energetische Eigenschaft von Metall vermei-
den will, wählt ein Bett aus Holz mit geringem Metallanteil oder ohne
jegliche metallische Verbindungselemente. Achten Sie beim Kauf auf
eine komfortable, ausreichende Breite und Länge. Von Futonbetten ist
aus schlafphysiologischer Sicht abzuraten. Diese starren und oft zu
harten Auflagen besitzen kaum Eigenschaften, die an ein modernes
Bettsystem gestellt werden. Eine ausreichende Belüftung ist nur durch
tägliches Drehen und Ausschütteln möglich, die verwendeten Naturma-
terialien - der Nährboden für die Hausstaubmilbe - sind für allergiean-
fällige Menschen ungeeignet. Bei der Wahl des geeigneten Bettes ist
vor allem die ideale Grösse (Länge, Breite) entscheidend.
Betten für Jugendliche
Im Kindesalter beschleunigen mangelnde Bewegung, ungeeignete Sitz-
möbel und schlechte Körperhaltung die Entwicklung von Haltungsschwä-
chen. Haltungsfehler gehören heute zum gewohnten Bild. Ca. 70% der
Jugendlichen haben Haltungsfehler. Es ist sozusagen die Pflicht der
Eltern, auf eine gesunde Haltung der Sprösslinge und ein geeignetes
Bett zu achten. Denn von Geburt an bis ca. zum 20. Lebensjahr ist die
Wirbelsäule in ihrer Form beeinflussbar. Grundsätzlich gelten für die La-
gerung des kindlichen Körpers die gleichen Anforderungen wie für den
erwachsenen Körper. Häufig sind Kinderbetten mit einer Kokosmatratze
oder einer Schaummatratze mit Baumwollkern ausgestattet. Bei Latex-
matratzen bestehen aus pharmakologischer Sicht aber Bedenken bei
allergiegefährdeten Kindern. Wer auf Nummer sicher gehen will, bettet
seine Liebsten auf reinen PUR-Schaum-Matratzen, die besonders weich
abgestimmt sein sollten. Ab dem 6. Lebensjahr empfehlen wir ein
"grosses" Bett, denn selbst bei kleinwüchsigen Kindern reicht die Aus-
stattung eines Kinderbettes im Verhältnis zum Gewicht nicht mehr aus,
um den Körper ausreichend zu stützen.
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Lattoflex 200, Grundprinzip
Torsion etc.
Eine Innovation der Lattoflex-
Forschung ist die neuartige
Torsions-Unterfederung, bei
der im Vergleich zu herkömm-
lichen Lattenrosten über 50
einzelne Federelemente mit
über 200 Auflagepunkten eine
hochsensible Unterfederung
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darstellen. Zusätzliche Komfortfunktionen wie Fuss- und Kopfverstellung
oder die Sitzfunktionen sind manuell oder durch Motor möglich.
So schlafen wir in Zukunft: Die elastischen Flügelelemente sind in alle
Richtungen beweglich. Punktgenau passen sich die einzelnen Flügel der
individuellen Körperform an.
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Sitzbetten
Natürlich kann man in Sitzbetten auch
schlafen. Die Bezeichnung Sitzbett be-
deutet, dass der Rahmen nicht nur eine
Kopf- und Fussverstellung besitzt, son-
dern eine bequeme Sitzposition erlaubt.
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Sinnvoll ist eine solche Einstellung auch bei längerer Krankheit. Gerade
da wird man die Möglichkeit verschiedener Sitz- und Liegepositionen zu
schätzen wissen. Achten sollte man auf eine stützende Funktion im Ober-
schenkel- und Kniebereich. An einem Rahmen ohne diese Funktion wird
man wenig Freude haben, da man regelrecht in Richtung Fussende rutscht.
Entsprechende Sitz- oder Komfortrahmen sollten zumindest vom Bett aus
einfach zu verstellen sein, höherwertige Rahmen besitzen eine stufenlose,
motorische Verstellung mit Fernbedienung oder Kabelhandschalter.
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Calmas - das Bett mit der seitlichen
Federung
Calmas - eine Entwicklung von Lattoflex -
ist ein schwingendes Bett, das speziell für
Menschen mit Einschlaf- und Durchschlaf-
störungen entwickelt wurde. Da auch die
seitlichen Bewegungen des Schläfers sanft
abgefedert werden, bleibt der Schlaf unge-
stört. So wirkt Calmas wie eine Wiege für Er-
wachsene. Zusätzlich fördern die feinen
Schwingungen die Durchblutung der Kapillar-
gefässe.
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Netzfreischalter
Die Angst vor "Elektrosmog" und "Strom am Bett" ist verständlich. Deshalb
sollten Sie darauf achten, dass Rahmen mit einer motorischen Verstellung
mit einer "Netzfreischaltung" ausgerüstet sind. So sind Sie zusätzlich sicher,
dass von der Steckdose bis zum Motor nur so lange Strom "fliesst", bis die
gewünschte Position erreicht ist. Dies erkennen Sie zusätzlich an der be-
sonderen Form des Netzsteckers.
Metalle im Bett
Das Thema ist heftig umstritten und wird immer wieder diskutiert. Wer auf
Metalle im Bett verzichten will, wählt eine Bett- und Rahmenkonstruktion
ohne metallische Verbindungen sowie eine metallfreie Matratze. Auch Fe-
derkernmatratzen besitzen konstruktiv bedingt einen hohen Metallanteil.
Der Bettrahmen
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"Körperanpassung" - der Rahmen
muss sich dem Menschen anpassen
Hochwertige Bettsysteme lassen sich
individuell dem Benutzer anpassen, d.h.
dessen Körperform und -gewicht und
den Schlafgewohnheiten. Stufenlos und
individuell verstellbar sollte die Verstär-
kung des Rahmens im Lendenbereich
sein. Vor allem für Menschen, die oft in
Seitenlage schlafen, ist eine Schulter-
absenkung angenehm. Denn durch diese
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körpergerechte Lagerung bildet die Wirbelsäule in Seitenlage eine gerade
Linie (siehe Abb.3). So wird eine Druckentlastung im Schulter- und Ober-
armbereich geschaffen, die Bandscheiben können regenerieren und die
Muskulatur entspannen.
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Körperschräglagerung - ein Genuss
Verstellmöglichkeiten im Bett lassen sich nicht nur für den persönlichen
Komfort nutzen, sondern auch als begleitende therapeutische Mass-
nahme. Beine hoch, so oft wie möglich, ist ein häufig gegebener ärztlicher
Rat. Das entlastet die Venen, die Beine und trägt zur Entspannung des
Körpers und der Wirbelsäule bei. Wichtig für die Entlastung der Wirbel-
säule ist, dass die Körperschräglagerung schon sanft steigend im Schul-
terbereich beginnt und im richtigen Winkel vorgenommen wird. Faustregel:
Die Fersen sollten nicht höher als das Herz liegen.
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Kopfverstellung bei Rahmen
Die korrekte Lagerung der Hals-
wirbelsäule führt zur Entspannung
und Entkrampfung der Muskeln im
Hals-, Arm-, und Schulterbereich
und kann so verspannungsbe-
dingten Kopfschmerzen vorbeugen.
Die Verstellung sollte vom Bett aus
möglich und stufenlos regulierbar sein.
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Schulterzone ideal für "Seitenschläfer"
Eine Absenkung des Rahmens im Schulterbereich bewirkt, dass in der
seitlichen Lage die Schulter etwas tiefer einsinken kann und die Wirbel-
säule wieder horizontal gelagert wird. Diese angenehme Funktion über-
nimmt der Rahmen: Im Schulterbereich sind die Federelemente nicht
mit dem Rahmen verbunden, sondern mit den benachbarten Feder-
leisten. So kann in der Seitenlage die Schulter tiefer einsinken.
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Komfortrahmen
Neben der individuellen Anpassbarkeit er-
lauben gute Bettsysteme die ergonomisch
richtige Verstellung von der Liegeposition
bis hin zur aufrechten Sitzhaltung. Diese
Verstellung wird von Hand oder mit Hilfe
eines Motors vorgenommen. Diesen Kom-
fort wird man beim Lesen, beim Frühstück
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oder auch mal beim Fernsehen im Bett schätzen lernen. Viel wichtiger
werden solche Verstellmöglichkeiten aber an Krankheitstagen, vor
allem bei längerer Bettlägerigkeit. Dann wird man die wechselnden,
gut stützenden Sitz- und Liegehaltungen nicht mehr missen mögen.
Bei der Sitzstellung sollte durch eine passende Anwinkelung die Knie-
position unterstützt werden, um ein Verrutschen des Oberkörpers nach
unten zu verhindern.
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Die Matratze
Matratzen - welche ist die richtige für mich?
Wer bereits einen verstellbaren Rahmen besitzt oder die Anschaffung
eines solchen in Erwägung zieht, wird sinnvollerweise eine Matratze
dazu wählen, die die Eigenschaften des Rahmens auch an den Körper
weiterleitet bzw. ausnutzen kann und selbst optimale körperunter-
stützende Eigenschaften besitzt. Matratzen mit metallischen Innenkon-
struktionen eignen sich daher nicht unbedingt für den Einsatz auf ver-
stellbaren und individuell einstellbaren Rahmen. "Alternative" Matratzen
mit Rosshaar-, Stroh- oder Kokosfaserfüllungen werden meist nach
einiger Zeit zu hart und können den Nachtschweiss nicht ausreichend
abtransportieren wie entsprechende Matratzenkerne mit speziellen Be-
lüftungskanälen. Ein zusätzliches Problem stellen diese Matratzen aus
Naturfasern auch wegen Schimmelbildung und Hausstaubmilbenbefall
bei allergiegefährdeten Menschen dar. Wer aus ökologischen und ge-
sundheitlichen Gründen auf eine Latexmatratze verzichten will und kann,
ist mit einer PUR-Schaum-Matratze gut beraten. Diese beeinträchtigt
nicht die ergonomischen Funktionen des Rahmens, ist für Allergiker ge-
eignet und gewährleistet einen idealen Abtransport der nachts durch
Schwitzen aufgenommenen Feuchtigkeit.
Atmungsaktivität
Unter Atmungsaktivität versteht man die Eigenschaft einer Matratze, das
Kondenswasser und die in Luft gebundene Feuchtigkeit wieder zu ab-
sorbieren. So ist der Grad der Luftdurchlässigkeit sowie spezielle Be-
und Entlüftungskanäle in der Matratze entscheidend für ein ideales Bett-
klima. Es besteht z.B. offenzelliger PUR-Schaum oder Kaltschaum an sich
schon zu 95% aus Luft. Eine solche Matratze verfügt über 1 Milliarde einzelner Zellen,
die offenzellig miteinander verbunden sind und für einen Luftaustausch sorgen.
Feuchtigkeit bei Matratzen
Feuchte Matratzen können mehrere Ursachen haben. Veraltete Matratzen
besitzen keine Entlüftungskanäle, die die Zirkulation unterstützen und die
durch Schwitzen aufgenommene Feuchtigkeit wieder nach aussen trans-
portieren. Auch kann das Material des Matratzenkerns nicht ausreichend
atmungsaktiv sein. Achten Sie in jedem Falle auf eine gute Durchlüftung
des Raumes: 20 Minuten das Fenster ganz öffnen - einmal morgens und
abends. Dies ist wirksamer als ein den ganzen Tag gekipptes Fenster.
Lassen Sie die Matratze nach dem Aufstehen mehrere Stunden atmen,
also nicht mit Zudecke und Tagesdecke "ersticken". Ein weiterer Grund
könnte eine unzureichende Luftzufuhr von unten sein. Ist ein ausreichen-
der Abstand zwischen Matratze und Boden vorhanden, kann die Luft richtig
zirkulieren und für einen Abtransport von Feuchtigkeit sorgen?
Der Aufbau des Matratzenkerns
Einerseits hat der Matratzenkern ergonomische Funktionen, d.h. er
muss den Körper und insbesondere die Wirbelsäule stützen,
andererseits muss er in der Lage sein, das Bettklima in einem
ständigen Idealzustand zu halten.
Komfortmatratzen besitzen zur besseren Handhabung integrierte Griffe sowie zur Reinigung
abnehmbare Matratzenhüllen.
PUR-Schaum-Matratzen
Die offenzellige Struktur des PUR-Schaumes macht das Material so luft-
durchlässig, wie sonst kaum ein anderes Material. Die Luftdurchlässig-
keit der über 1 Mrd. Zellen pro Matratze sorgt für eine ausgezeichnete
Klimatisierung, denn Nacht für Nacht gibt der Schläfer bis zu 700 ml
Flüssigkeit ab. Je luftdurchlässiger das Matratzenmaterial ist, desto
effektiver ist der Luft- und Feuchtigkeitsaustausch und um so trockener
und wärmer ist das Bettklima. Übrigens: In steriler Form ist PUR-Schaum
sogar wundverträglich. Brandopfer werden häufig auf den blanken
Schaum gebettet, da die extrem hohe Luftdurchlässigkeit den
Heilungsprozess des beschädigten Gewebes fördert.
Das "Raumgewicht"
Das Raumgewicht - also die Dichte des Matratzenmaterials - ist ent-
scheidend für die Lebensdauer einer Schaum-Matratze. Matratzen mit
einem geringen Raumgewicht können sich beim ersten Probeliegen
zwar subjektiv elastisch und "stabil" anfühlen, nach einiger Zeit entste-
hen aber an den belasteten Stellen die unangenehmen Mulden, die die
Matratze praktisch unbrauchbar machen. Hochwertige Schaum-Matratzen
mit langer Lebensdauer sind mit Schaum in mindestens "40er Raumge-
wicht" hergestellt.
Die "Punktelastizität"
Jetzt wird es ein bisschen technisch. Unter Punktelastizität versteht man
die Eigenschaft einer Matratze, inwiefern sie sich tatsächlich an den Kör-
per anschmiegt und nur dort nachgibt, wo der Körper Druck ausübt.
Matratzen mit geringer Punktelastizität bilden Mulden und können den
Körper und somit die Wirbelsäule nicht ausreichend stützen.

Vergleich: hohe <-> geringe Punktelastizität
Schulterdruck - und was dagegen hilft
Menschen, die beim Schlafen vor allem die Seitenlage bevorzugen, klagen
bei härteren Matratzen über Schmerzen im druckempfindlichen Bereich der
Schulter. Ein nackenstützendes Kopfkissen und ein Rahmen mit einer so-
genannten "Schulterzone" eignen sich besonders für Seitenschläfer.

Die "Schulterzone" eignet sich besonders für Seitenschläfer
Liegeschwierigkeiten müssen nicht sein
Körperlich bedingte Liegeschwierigkeiten können verschiedene Ursachen
haben, oft ist eine ungeeignete alte Matratze oder eine veraltete Rahmen-
konstruktion Schuld an den Ursachen. Haben Sie eine Matratze, die älter
als 10 Jahre ist und Muldenbildung aufweist oder gar eine dreigeteilte Ma-
tratze aus Grossmutters Zeiten? Auch eine zu harte Matratze kann an druck-
empfindlichen Körperstellen (Ellenbogen, Fersen, Schulterbereich) zu un-
ruhigem Schlaf durch ständigen Lagewechsel führen. Moderne Komfort-
matratzen haben einen mehrschichtigen Kern mit einer softigen Oberfläche
und einem zusätzlichen sanften Wellenprofil, das für druckempfindliche
Menschen besonders geeignet ist.
"Klimawellen"
Eine mit einem Wellenprofil ausgestattete Matratzenoberfläche fördert den
Luft- und Feuchtigkeitsaustausch. Ausserdem entsteht durch diese soge-
nannten Klimawellen eine angenehme Softigkeit an druckempfindlichen
Körperpartien wie z.B. Fersen, Ellenbogen oder Schulterblättern.
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Welches ist der richtige
Matratzenbezug für mich?
Bei der Herstellung von Matratzenbe-
zügen werden Naturfasern oder voll-
synthetische Fasern eingesetzt. Für
Allergiker sind vor allem letztere ge-
eignet, da diese weder verfilzen, noch
Staub durch Faserabrieb verursachen.
Im allgemeinen werden jedoch Misch-
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gewebe eingesetzt, die sich in ihren Eigenschaften ergänzen. So ist eine
Mischung von je 50% Reine Schurwolle und Seide sehr strapazierfähig
und besitzt eine ideale Feuchteaufnahme. Ein abnehmbarer Bezug aus
reiner Schurwolle eignet sich besonders für stark transpirierende Schläfer
und bei rheumatischen Beschwerden. Die klimaausgleichende Eigen-
schaft (im Sommer kühlend/im Winter wärmend) schafft für jeden Schläfer
ideale Bedingungen.
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Hygiene
Regelmässiges Lüften des Raumes und Wechseln der Bettwäsche ist die
einfachste vorbeugende Hygienemassnahme. Matratzenbezüge, bzw. -hüllen
sollten abnehmbar, wasch- und reinigungsfähig sein.
Geruch bei neuen Matratzen?
Natürlich sind völlig geruchsneutrale Matratzen nicht herstellbar, da jedes
verwendete Material, ob nun Baumwolle, Seide, PUR-Schaum wie fast jeder
Werkstoff, einen Eigengeruch hat, bis er dann langsam den Geruch der neuen
Umgebung, z.B. des Schlafzimmers und dessen Bewohner annimmt. Lattoflex
unterzieht jede Matratze einer Frischluftkur. Mittels einer aufwendigen Luft-
wäsche wird jede einzelne Matratze mit 250.000 Litern Frischluft vor der Aus-
lieferung durchlüftet.
Das Schlafzimmer
Der richtige Standort eines Bettes
Üblicherweise wird man bereits beim Einzug in eine neue Wohnung oder
in ein neues Haus ein möglichst ruhiges Zimmer als Schlafzimmer wählen.
Der Standort des Bettes sollte so gewählt werden, dass die Kopfseite nicht
an einer Aussenwand angrenzt, ebenso sollte ein Abstand von ca. 1 m zu
einem Fenster eingehalten werden, um Zugluft zu vermeiden.
Das Raumklima
Das "Raumklima" in Ihrem Schlafzimmer ist nicht unerheblich für das nächt-
liche Wohlbefinden und die Schlafqualität. Raumtemperatur, Luftfeuchtigkeit
und Sauerstoffzufuhr sind die wichtigsten, äusseren Rahmenbedingungen
für einen erholsamen Schlaf. Die Luftfeuchtigkeit sollte ca. 50% betragen.
Eine ausreichende Sauerstoffzufuhr erreicht man durch ordentliches Lüften.
Die ideale Raumtemperatur
Die ideale Raumtemperatur liegt zwischen 18°C und 20°C. Sowohl eine zu
niedrige Temperatur führt zu Verspannungen der Muskulatur, als auch eine
zu hohe Temperatur. Denn auch bei nächtlichem Schwitzen entledigt man
sich meistens im Schlaf der Zudecke - und friert anschliessend, was wiede-
rum zu Schlafunterbrechungen und Muskelverspannungen führt.
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Lüften regelmässig und intensiv
Ein idealer Luft- und Temperaturaus-
gleich wird durch regelmässige und
intensive Kurzlüftungen erreicht. Mor-
gens und abends ca. 20 Minuten bei
weit geöffnetem Fenster lüften bringt
mehr, als das Fenster den ganzen
Tag gekippt zu lassen. Bei feuchtkalter
Witterung dringen Kälte und Feuchtig-
keit in das Schlafzimmer. Das Bettzeug,
bzw. die Textilien nehmen diese Feuch-
tigkeit zusätzlich zu der über Nacht auf-
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genommenen Feuchtigkeit auf und werden klamm. Wird dann auch noch
kalt geschlafen, sind Stockflecken meist unvermeidbar. Zu wenig Lüftung
nach dem Motto: raus aus den Federn, Betten machen, die dekorative Ta-
gesdecke darüber, beim Verlassen der Wohnung Türen und Fenster fest
schliessen und die Heizung ausstellen, bringt nicht den nötigen Tempe-
ratur- und Feuchtigkeitsaustausch. Im Gegenteil: Verbrauchte Luft, Feuch-
tigkeit und Geruch werden "konserviert" bis zum nächsten Schlafengehen.
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Die Schlafbekleidung
Sowohl für die Bettbekleidung wie auch für Bettbezüge gilt: "Jeder nach
seiner Fasson". Ob Baumwolle, Seide, Frottee oder Mischgewebe kann
jeder für sich selbst entscheiden. Synthetische Materialien eignen sich
für Allergiker und Asthmatiker, wobei diese Stoffe keine Feuchtigkeit auf-
nehmen können. Übrigens: Aus medizinischer und hygienischer Sicht
gilt Nacktschlafen als nicht empfehlenswert, da der Nachtschweiss un-
gehindert in die Matratze gelangt. Zudem schützt Nachtbekleidung vor
kühler Raumtemperatur und Zug.
Zudecken je nach Jahreszeit
Die Zudecke sollte wie die Kleidung auch der Jahreszeit angepasst sein:
Für den Winter eine wärmere Decke als für den Sommer. Nächtliches
Frieren kann zu Verspannungen der Körpermuskulatur führen. Auch eine
zu warme Zudecke kann dazu führen, dass der Schläfer nachts schwitzt
und die Bettdecke im Schlaf wegschiebt. Nicht nur Unterkühlungen und
Verspannungen sind die Folge, sondern auch jedesmal eine kurze Unter-
brechung des Schlafes.
Feng Shui Tips aus dem alten China
Feng Shui ist eine alte chinesische Lehre über das Verhalten der Natur-
kräfte in Landschaften, Häusern und Räumen. Aus Sicht des Feng Shui
sollte die "Schildkrötenseite" - der Bereich hinter uns - durch eine schützen-
de Wand gesichert sein. Zur Fussseite - der "Phoenixseite" - sollte soviel
Platz wie möglich sein und nicht durch Gegenstände verstellt werden. Auf
der Drachenseite - zu unserer linken - werden höhere Schränke oder Regale
plaziert, auf der rechten Seite, der "Tigerseite" niedrige Möbel wie Nachttisch
oder Truhe. Auch die Anordnung des Bettes in Bezug auf Türen und Fenster
sowie die Auswirkungen von Energieströmen zwischen Türen und Fenstern
beschreibt die Lehre des Feng Shui. So sollte sich das Bett nicht direkt in
einer Energielinie befinden. Im modernen China vertrauen Geschäftsleute
und Architekten auf die Jahrtausend Jahre alte Lehre, um Gesundheit und
geschäftlichen Erfolg zu beeinflussen.

Umweltgifte
Schwermetalle, die über Abwasser in den Boden und damit in die
Nahrungskette gelangen, können Atembeschwerden und nächtliche
Schlafstörungen oder Tagesschläfrigkeit auslösen. Arsenhaltige Holz-
schutzmittel können durch Ausdünstungen ebenso Krankeiten auslö-
sen wie bleihaltige Glasuren oder Wasserleitungen. Haben Sie den
Verdacht, dass in Ihrer Wohnung oder in Ihrem Mobiliar solche Gifte
enthalten sind, sollte ein Fachmann hinzugezogen werden. Baubiolo-
gen und Umweltinstitute bieten z.B. Untersuchungen an, die neben der
Raumluftbelastung auch elektromagnetische Störfelder aufzeigen.
Pflanzen
Über das Thema Pflanzen im Schlafzimmer kann man sich streiten. Dem
einen gefallen die "grünen Freunde" und können sein spezielles Wohlbe-
finden steigern, der andere kann Pflanzen im Schlafzimmer nicht "riechen".
Wissenschaftlich gesehen produzieren Pflanzen tagsüber Sauerstoff - eine
positive Eigenschaft. Nachts jedoch kehrt sich das Prinzip um, die Pflanzen
nehmen Sauerstoff auf und ringen mit uns um Luft. Gegen eine kleine An-
zahl der dekorativen Lieblinge ist also nichts einzuwenden. Anders jedoch
unser Tip für Allergiker: Sie sollten in jedem Falle alle Pflanzen aus dem
Schlafgemach verbannen, denn die Pflanzenerde und die abgestorbenen
Teile sind ein idealer Nährboden für Bakterien, Viren und Pilzsporen.
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Haustiere
Haustiere können sehr zum Wohl-
befinden des Menschen beitragen.
Sie sind oft jahrzehntelang treue
Wegbegleiter und Freunde des
jungen und alten Menschen. Da
vor allem Fell und Haare der Haus-
tiere Allergien auslösen können,
sollten sie bei allergiegefährdeten
Menschen vom Schlafzimmer fern-
gehalten werden.
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Wecker
Diese meist ungeliebten Haushaltsgeräte sollten in der Zeit, in der sie
nicht gerade ihren Dienst tun, möglich lautlos sein. Ein Ticken oder
Summen kann den leichten Schlaf schon stören. Wer nicht schockartig
geweckt werden will, benutzt einen Wecker mit einem sanften Weckton,
der erst mit der Zeit lauter wird.
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Telefon
Wenn es aus beruflichen Gründen nicht unbe-
dingt erforderlich ist, gehört dieser Schlafstörer
nicht ins Schlafzimmer. Allein das Vorhanden-
sein und das unterbewusste Wissen um eine
mögliche Störung - wie ein Wecker, der zu früh
klingelt - kann den Schlaf beeinträchtigen.
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Elektrosmog
Schlafforscher halten es für möglich, dass von Stromleitungen und
elektrischen Geräten wie Funktelefonen, Fernsehern, Verstärkern,
Lautsprechern etc. "Elektrosmog" ausgeht. Ob diese elektromag-
netischen Störfelder den Schlaf wirklich beeinträchtigen, ist wissen-
schaftlich gesehen noch umstritten. Vorsichtige ziehen den Netz-
stecker oder unterbrechen die komplette Stromversorgung des
Schlafzimmers durch eine sogenannte Raumfreischaltung. Mo-
derne Bettsysteme mit motorischer Verstellung sind übrigens mit
einer sogenannten Netzfreischaltung versehen.

Elektromagnetische Felder können den Schlaf negativ beeinflussen
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Fernseher
Neben dem Aspekt des Elektrosmogs sollte
der Fernseher nicht im Schlafzimmer plaziert
sein. Auch aufregende, spannende oder gar
beängstigende Filme vor dem Zubettgehen
können eine Entspannung in der Einschlaf-
phase verhindern und der Grund für eine
schlaflose Nacht sein.
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Raumfreischaltung
Wer Bedenken vor Elektrosmog hat und dessen negative Auswirkungen
auf den Organismus und das Wohlbefinden im Schlafzimmer ausräu-
men möchte, dem sei zu einer sogenannten Raumfreischaltung geraten.
Das bedeutet, dass alle stromführenden Leitungen innerhalb des Zim-
mers bei Nichtgebrauch automatisch "abgeschaltet" werden - ohne diese
Massnahme führen alle Leitungen bis zum Verbrauchergerät Strom und
verbrauchen z.B. im "Stand-by-modus" auch nicht unerheblich kostbare
Energie!
Wasseradern
Wie auch die elektromagnetischen Felder, die von stromführenden Lei-
tungen ausgehen und sich schädlich auf die Gesundheit auswirken sollen,
so sind auch "Wasseradern" als Krankmacher ins Gespräch gekommen.
Wasseradern sind unterirdische, natürliche Wasserläufe, aber auch künst-
liche Wasserkanäle. Im Gegensatz zu den elektromagnetischen Störfeldern
liegen allerdings keine wissenschaftlichen Studien vor, die beweisen, dass
Wasseradern den Schlaf stören oder unsere Gesundheit beeinträchtigen.
Aber es gibt Menschen, die durch eine Untersuchung der Bodenbeschaffen-
heit eine Wasserader "unter" ihrem Bett festgestellt haben und nach dem
Verschieben des Bettes oder nach einem Umzug in ein anderes Zimmer
wieder deutlich besser schliefen.
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